Überforderung – So bleibt Ihr Team stark

Herbert Schreib, Zusammenarbeit, Kooperation, Globalisierung, global, Unternehmen
Der Schlüssel zu globaler Zusammenarbeit
20. Juli 2018
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Sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte berichten mir von Stress,
Zeitdruck, Mehrfachbelastung und Überforderung. Jeder zweite deutsche
Arbeitnehmer fühlt sich am Arbeitsplatz unter Zeitdruck und beklagt,
verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigen zu müssen. Jeder fünfte gibt
sogar völlige Überforderung an. Woran liegt das? Wie können wir das
ändern?

Die Belastung wächst

Die Zahlen stammen aus dem „Stressreport Deutschland 2012“ der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
Die Daten des Reports wurden in Deutschland bei einer Befragung
von rund 20.000 Beschäftigten in den unterschiedlichsten Branchen und
Unternehmen über einen Zeitraum von mehreren Monaten erhoben.
Auffallend ist: Die Führungskräfte berichten davon, dass Stress und
Überforderung in den letzten Jahren zugenommen haben. Die Faktoren,
die Mitarbeiter wie Führungskräfte am meisten beanspruchen, sind laut
den Erhebungen des Reports: verschiedene Arbeiten gleichzeitig
durchführen zu müssen, starker Termin- und Leistungsdruck, häufige
Arbeitsunterbrechungen etwa durch Telefon, E-Mails und Kollegen. Und
das war wohlgemerkt 2012! Seitdem hat sich die Situation in vielen
Unternehmen noch um mindestens eine Spur verschärft.
Ein weiteres Manko: Lange Arbeitszeiten und das Ausfallen von Pausen
zum Regenerieren. Denn: Je höher die Wochenarbeitszeit ist,
desto öfter entfallen die Pausen – meist, weil diese nicht in den
Arbeitsablauf passen oder zu viel zu tun ist.

Arbeiten bis zur Erschöpfung

Wie Sie selbst sicher schon des Öfteren erlebt haben, zeichnet sich die
Arbeitswelt von heute durch ständigen Wandel und Veränderung aus.
Umstrukturierungen sind alltäglich und nichts Außergewöhnliches. Dies
schlägt sich auch in den Zahlen zu Stress und Überforderung nieder.
Diejenigen, die sich während der Befragung gerade in einem
Umstrukturierungsprozess befanden, berichteten von höheren Belastungen
als jene in Unternehmen, in denen gerade keine massive Veränderung
anstand. Auch die Berichte über gesundheitliche, vor allem psychische
Beeinträchtigungen wie Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen,
Nervosität und Reizbarkeit, Schlafstörungen bis hin zu
Niedergeschlagenheit waren während Restrukturierungen signifikant höher.
Aus der Befragung des Stressreports lässt sich deutlich herauslesen, wie
stark Führung als Kraft gegen Stress und Überforderung wirken kann.

Die Führungskraft als Rettungsanker

Ich rate Ihnen dazu, als Führungskraft präsent zu sein und als
Ansprechpartner und Unterstützer zu agieren. Das trägt bei Mitarbeitern
äußerst positiv zur Vermeidung von Stress und Überforderung bei. Das ist
natürlich leichter gesagt als getan, denn nicht nur die Angestellten kämpfen
mit Zeitdruck und Überlastungen. Neuere, kleinere und punktuellere
Studien bestätigen den alarmierenden Trend der Stresszunahme auf allen
Ebenen und in fast allen Gesellschaftsschichten.
So zeigt etwa eine österreichische Studie der Allianz Versicherung
aus dem Jahr 2017, dass Stressfaktor Nummer eins der Zeitdruck im
Berufsleben ist und sich ein Viertel der Berufstätigen vom Burnout bedroht
fühlt. Frappierend bei dieser repräsentativen Studie ist die Erkenntnis, dass
die Stressbelastung immer früher einsetzt. So empfinden bereits 41 Prozent
der 18- bis 34-Jährigen eine akute Stressbelastung am Arbeitsplatz.
Und Führungskräfte sind davon eben nicht ausgenommen.
Interessant sind die beiden Top-Wünsche in Bezug auf Stressreduzierung am
Arbeitsplatz. Es sind die Verbesserung der Arbeitsorganisation und auch hier
wiederum der Faktor Führung. Auch die österreichischen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich besser geschulte und
entwickelte Führungskräfte. Sie sehen also, als Führungskraft müssen Sie
sich nicht nur den ohnehin steigenden Anforderungen der Arbeitswelt
stellen, sondern auch noch Ihre Mitarbeiter durch diese Belastungen leiten.

Das Rundum-Paket an Verantwortung

Das ist ein weiterer sehr guter Grund, sich als Führungskraft mit meiner
WILDWASSER-STRATEGIE zu beschäftigen und diese für die persönliche
Weiterentwicklung zu nutzen. Berücksichtigen Sie auch noch die Kosten,
die durch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschäftigten für
Ihr Unternehmen und für die Gesamtwirtschaft entstehen, gewinnt die
Thematik Selbstführung von Führungskräften nochmals an Bedeutung.
Denn dabei geht es nicht mehr nur darum, die eigene Leistungsstärke als
Führungskraft zu erhalten und zu steigern, sondern vor allem auch darum,
wie es gelingen kann, als souverän agierende Führungskräfte die Gesundheit
und Leistungsstärke der Mitarbeiter insgesamt hochzuhalten.
Und davon hängt letztlich auch Ihr Erfolg ab. Also: Packen Sie es an!

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